AGILE ist alternativlos

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„Agile – what else?“

Natürlich versucht die agile Vorgehensweise Leistung und Geschwindigkeit im wirtschaftlichen Kontext zu optimieren. Dabei fällt immer wieder der Ausdruck „Ausbeutung“, denn die Leistungsfähigkeit steigt in manchen Fällen bis zu 300%. Interessanter Weise wird diese Steigerung mit den gleichen Personen erzielt, die vorher in Matrixorganisationen und Wasserfall Vorgehen „gelebt“ haben. Die Faktoren Motivation & Erfolg werden in der kritischen Betrachtung zumeist vernachlässigt. Die Transparenz über die Teamleistung und ein zwingendes Ergebnis nach jedem Sprint erzeugen durch diese unmittelbaren und kurzfristigen Erfolge einen positiven Kreislauf der Motivation. Teams die eine Transformation auf agile Arbeitsweisen hinter sich haben, empfinden es als Errungenschaft und Vorteil den sie nicht mehr aufgeben wollen.

Es gibt zwei Gesetze die den Erfolg bzw. die Notwendigkeit des agilen Vorgehens begründen. Eines beschreibt die technologische Realität und das andere einen Zusammenhang zwischen Team Kommunikation und entwickeltem Code.

Das Moorsche Gesetz – oder steigende Komplexität ist eine technische Realität!

Gorden Moore hat 1965 behauptet, dass sich die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem integrierten Schaltkreis alle 18 Monate verdoppelt. Obwohl diese Abschätzung aus der Zeit stammt, als sich die Halbleitertechnik rasant entwickelte, ist die Entwicklung bis 2009 konstant geblieben, womit das moorsche Gesetz einen empirischen Beweis erfahren hat. Intel hat im selben Jahr öffentlich festgestellt, dass man das moorsche Gesetz voraussichtlich noch eine ganze Weile (2029) erfüllen können wird.

Aufgrund der stetig steigenden technischen Komplexität ist es immer schwieriger Zielzustände, einer technischen Entwicklung, über längere Zeiträume (Projektlaufzeiten von 12 Monaten und mehr) vorherzusagen. Der technische Kontext entwickelt sich zuweilen schneller als die Projekte in der klassischen Wasserfall Methode geliefert werden können. Außerdem ist es kaum mehr möglich Anforderungen so präzise zu formulieren, dass eine Ergebnissicherheit über mehr als 6 Monate gehalten werden kann.

Mit AGILE respektieren wir diese Unsicherheit und entgegnen ihr mit konkreter Umsetzung und kurzen Entwicklungszyklen, die rasch herausfinden ob das Projekt in die richtige Richtung läuft und ob das technische Risiko beherrschbar ist. Wichtig ist von der Strategie, über die Epics hin zu den User Stories konsistent und innerhalb eines geschlossen Feedback Kreislaufs zu arbeiten. D.h. der Einsatz agile Methoden verlangt auch ein Umdenken Im Management. Es ist entscheidend, wie die Umsetzungsteams angesteuert werden und dass jeder in der Management Kette die agilen Grundregeln verstanden hat und nicht versucht diese in seinem Sinne individuell zu beeinflussen.

Das Management hilft am besten mit guten und prägnant formulierten Zielen, die dann entlang der agilen Vorgehensweise in User Stories zerlegt und nachhaltig umgesetzt werden. Veränderung ist eine Tatsache, d.h. es existiert natürlich die Möglichkeit auf neue Entwicklungen am Markt und im Unternehmen zu reagieren. Das ist die besondere Stärke von agile, dass Veränderung als konstanter Faktor bereits dem System innewohnt.

Conway’s Gesetz – Codequalität hat eine direkte Abhängigkeit zur Team Kommunikation!

„Organisationen, die Systeme entwerfen, […] sind gezwungen, Entwürfe zu erstellen, die die Kommunikationsstrukturen dieser Organisationen abbilden.“

Melvin E. Conway

Mit der Transformation der Entwicklungsmethoden von „klassisch“ zu „agil“ ist es auch wichtig die Organisation, die Attitude und die Zusammenarbeit zu verändern. Im agilen Manifest stehen vier Leitsätze:

  • Individuen und Interaktionen stehen über Prozessen und Werkzeugen
  • Funktionierende Software steht über einer umfassenden Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kunden steht über der Vertragsverhandlung
  • Reagieren auf Veränderung steht über dem Befolgen eines Plans

Die Umsetzung dieser Leitsätze durch die Anwendung der agilen Prinzipien verändert die Herangehensweise und die Art der Zusammenarbeit in den Scrum Teams. Es ist die Änderung in der Zusammenarbeit / Kommunikation die auch das technische Ergebnis maßgeblich positiv beeinflusst.

  • Zufriedenstellung des Kunden durch frühe und kontinuierliche Auslieferung von wertvoller Software
  • Agile Prozesse nutzen Veränderungen zum Wettbewerbsvorteil des Kunden.
  • Lieferung von funktionierender Software in regelmäßigen, bevorzugt kurzen Zeitspannen
  • Nahezu tägliche Zusammenarbeit von Fachexperten und Entwicklern während des Projektes
  • Bereitstellung des Umfeldes und der Unterstützung, welche von motivierten Individuen für die Aufgabenerfüllung benötigt wird
  • Informationsübertragung nach Möglichkeit im Gespräch von Angesicht zu Angesicht
  • Als wichtigstes Fortschrittsmaß gilt die Funktionsfähigkeit der Software
  • Einhalten eines gleichmäßigen Arbeitstempos von Auftraggebern, Entwicklern und Benutzern für eine nachhaltige Entwicklung
  • Ständiges Augenmerk auf technische Exzellenz und gutes Design
  • Einfachheit ist essenziell (KISS-Prinzip)
  • Die besten Architekturen, Anforderungen und Designs entstehen in selbstorganisierten Teams
  • Selbstreflexion der Teams über das eigene Verhalten zur Anpassung im Hinblick auf Steigerung der Effektivität

Die Ausbreitung und die nachweislich positiven Effekte der agilen Arbeitsweise legen nahe, dass Organisationen und Unternehmen nicht mehr fragen, ob sie die agile Tranformation starten sollten, sondern wie und bis wann eine Veränderung erzielt werden kann. Eine besondere Herausforderung ergibt sich für das Management, da der Zugewinn an Agilität immer einen Verlust der „Befehlskette“ bedeutet. Auch für das Management gelten die agilen Prinzipien, wenn nicht sogar besonders für Manager!


3 Kommentare zu “AGILE ist alternativlos”

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